Pressemappe erstellen — diese 9 Inhalte gehören rein (Profi-Checkliste)
Du willst eine Pressemappe erstellen, die Veranstalter wirklich überzeugt? Diese 9 Inhalte gehören rein — mit Profi-Tipps, typischen Fehlern und einem Schnell-Test am Ende.
Eine Pressemappe erstellen klingt einfach — ein paar Texte, ein Foto, ein Logo, fertig. Bis du das erste Feedback bekommst: „Wir hätten gern noch ein Showreel", „Was kostet ein Auftritt?", „Habt ihr Pressefotos in höherer Auflösung?". Plötzlich wird aus dem 30-Minuten-Projekt ein 30-Stunden-Hin-und-Her, weil die Hälfte der Infos fehlt.
Dabei ist die Lösung simpel: Eine professionelle Pressemappe enthält 9 Pflicht-Inhalte — nicht mehr, nicht weniger. Wer alle 9 abdeckt, beantwortet 95 % aller Fragen, die Veranstalter, Booker und Redakteure typischerweise stellen. In diesem Artikel zeigen wir dir die komplette Liste, plus für jeden Punkt einen Profi-Tipp und den häufigsten Fehler. Am Ende: ein 60-Sekunden-Schnell-Test, ob deine Pressemappe vollständig ist.
1. Bio — wer du bist und warum man dir zuhört
Die Bio ist die wichtigste Sektion deiner Pressemappe. Sie entscheidet in 30 Sekunden, ob die Person weiterliest oder nicht. Ziel: Glaubwürdigkeit aufbauen und Neugier wecken — nicht deine Lebensgeschichte erzählen.
Profi-Tipp: Schreibe in der dritten Person („Sandra Weber ist…" statt „Ich bin…"). Das wirkt seriöser und kann von Veranstaltern direkt für ihre Anmoderation übernommen werden. Maximal 80 Wörter — Veranstalter haben keine Zeit für 300-Wörter-Lebensläufe.
Häufigster Fehler: Buzzword-Bingo. „Visionärer Thought Leader mit Leidenschaft für nachhaltigen Impact" überzeugt niemanden. Konkrete Zahlen, konkrete Referenzen, konkrete Themen — das überzeugt.
2. Vortragsthemen — wofür du buchbar bist
Veranstalter wollen wissen, welche Themen sie bei dir buchen können. Eine Liste mit 4–6 klar formulierten Themen — nicht 15. Mehr Auswahl bedeutet Auswahl-Paralyse, weniger Buchungen.
Pro Thema: Klarer Titel + 1–2 Sätze Beschreibung + Format-Tag (Keynote, Workshop, Panel, Webinar). Optional: Zielgruppe und typische Dauer.
Profi-Tipp: Sortiere die Themen nach Buchbarkeit, nicht nach persönlichem Lieblingsthema. Wenn 80 % deiner Anfragen für „KI im Vertrieb" reinkommen, gehört das auf Platz 1 — auch wenn dir „Achtsamkeit im Berufsalltag" inhaltlich näher liegt.
Häufigster Fehler: Themen ohne Format-Tag. Veranstalter wissen nicht, ob du eine 45-Minuten-Keynote oder einen Tagesworkshop dazu anbietest.
3. Pressestimmen — externe Validierung
Ein Lob aus deinem Mund: Eigenwerbung. Ein Lob aus dem Mund eines bekannten Veranstalters: Goldwert. Pressestimmen sind das stärkste Trust-Signal in deiner Pressemappe.
Format: Zitat (1–3 Sätze) + Name + Position + Organisation + Datum. Beispiel: „Eine der eindrucksvollsten Keynotes unserer 12-jährigen Konferenzgeschichte." — Markus Schreiber, Leiter Programm, FutureCon Berlin, März 2026.
Profi-Tipp: 4–6 starke Zitate sind besser als 12 schwache. Bitte nach jedem Auftritt aktiv um ein kurzes Feedback in Schriftform — die meisten geben gerne, müssen aber gefragt werden.
Häufigster Fehler: Zitate ohne Quelle („Sandra ist großartig — ein Kunde"). Anonyme Zitate sind wertlos und wirken sogar verdächtig.
4. „Bekannt aus" — Medienauftritte und Logos
Wo warst du schon zu sehen? TV-Interviews, Print-Artikel, Podcasts, Konferenz-Keynotes? Die „Bekannt aus"-Sektion bündelt die Logos der bekanntesten Stationen — visuell, sofort erfassbar, ohne dass jemand klicken muss.
Profi-Tipp: 6–10 Logos in einer Zeile sind ideal. Wenn du nur 3 hast: lieber drei prominente einzeln zeigen mit Kontext, als fünf unbekannte aufreihen. Qualität > Quantität.
Häufigster Fehler: Logos ohne Bezug. Ein „Forbes"-Logo, weil du mal in einem Forbes-Online-Beitrag in einer Liste erwähnt wurdest, ist irreführend. Sei ehrlich — Booker recherchieren nach.
5. Pressefotos — hochauflösend, sofort einsetzbar
Bookers brauchen für ihre Event-Webseite, Social-Media-Posts und Print-Programme hochauflösende Fotos. Wenn du nur ein Smartphone-Selfie zur Verfügung stellst, springt die Hälfte der Anfragen ab.
Was du brauchst:
- Mindestens 3 Fotos: 1× Portrait quadratisch (für Social Media), 1× Portrait hochkant (für Programme), 1× Action-Shot (auf der Bühne, beim Vortrag)
- Auflösung: mindestens 2.000 × 2.000 Pixel
- Format: JPG für Web, optional TIFF für Print
Profi-Tipp: Lade die Fotos so hoch, dass Bookers sie direkt herunterladen können (ZIP-Datei oder einzeln per Klick). Jede Reibung kostet Bewerbungen.
Häufigster Fehler: Nur ein einziges Foto. Veranstalter wollen Auswahl, weil unterschiedliche Anlässe unterschiedliche Bildsprachen brauchen.
6. Honorare und Konditionen — transparent statt schweigend
Die meisten Speaker verschweigen ihre Honorare aus Angst, dass sie als „zu teuer" wahrgenommen werden. Realität: Verschwiegene Honorare führen zu doppelt so viel Leerlauf-Korrespondenz und sortieren passende Veranstalter aus, die budgetiert vorgehen müssen.
Was du angeben solltest:
- Honorar-Bandbreite (z. B. „4.000–8.000 € je nach Format und Vorbereitung")
- Inkludierte Leistungen (Vorgespräch, Material, Q&A, Anreise innerhalb DACH)
- Reisekosten-Regelung (separat oder im Honorar enthalten)
Profi-Tipp: Mehrere Pakete anbieten — Keynote, Halb-Tages-Workshop, Tagesseminar — mit unterschiedlichen Preispunkten. Veranstalter können dann passend zum Budget wählen, statt direkt abzuspringen.
Häufigster Fehler: „Honorar auf Anfrage". Wirkt undurchsichtig und filtert seriöse Anfrager weg.
7. Showreel — wie du wirklich auf der Bühne wirkst
Ein 60–90-Sekunden-Video-Showreel ist 2026 das überzeugendste Element deiner Pressemappe. Veranstalter wollen sehen, wie du sprichst, wie du Energie aufbaust, wie das Publikum reagiert. Kein noch so guter Text ersetzt das.
Was rein gehört:
- 3–5 Ausschnitte aus echten Auftritten (10–15 Sekunden pro Clip)
- Mix aus Keynote-Ausschnitten + Publikums-Reaktionen + ein, zwei Quotes von Veranstaltern als Untertitel
- Saubere Audio-Qualität (Veranstalter-Mikrofon, nicht Smartphone)
Profi-Tipp: Wenn du noch keinen professionellen Schnitt hast, reicht für den Anfang ein einziger 90-Sekunden-Ausschnitt aus dem besten Auftritt. Authentisch schlägt aufpoliert.
Häufigster Fehler: Kein Showreel. Du wirst messbar weniger gebucht als Speaker mit Showreel — egal wie überzeugend dein Text ist.
8. Awards, Zertifikate und Referenzen
Externe Validierung von dritter Stelle: Awards, Zertifikate, Branchenpreise, Mitgliedschaften, Buchautorenschaften. Wenig in der Anzahl, hoch in der Wirkung.
Was zählt:
- Award-Auszeichnungen (auch nominiert ist erwähnenswert, wenn der Award seriös ist)
- Branchenrelevante Zertifikate (z. B. CSP — Certified Speaking Professional)
- Buchveröffentlichungen mit Verlag (nicht Self-Published gemeint, das ist eine eigene Sektion)
- Akademische Titel, wenn relevant für dein Thema
Profi-Tipp: Logos der Verleiher direkt mit darstellen — das verstärkt die visuelle Glaubwürdigkeit.
Häufigster Fehler: Zu viele Mini-Auszeichnungen aufzählen, die niemand kennt. Drei prominente Awards schlagen 15 unbekannte Zertifikate.
9. Kontakt & Booking — die direkte Brücke
Die meisten Pressemappen haben am Ende eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer. Das ist das absolute Minimum — und der Punkt, an dem die meisten Bewerbungen verloren gehen, weil Booker noch eine extra E-Mail formulieren müssen.
Was 2026 Standard ist:
- Direkter Booking-Anfragen-Button mit kurzem Formular (Name, Org, Event-Datum, Budget-Range)
- Ansprechpartner mit Foto und Funktion (Du selbst oder dein Management?)
- Antwortzeit-Versprechen („Antwort innerhalb 48h werktags")
- Optional: Direkt-Kalender-Integration (Calendly o. ä.) für Vorgespräche
Profi-Tipp: Senke jede Hürde. Ein Klick statt drei. Ein Formularfeld statt fünf. Conversion-Forschung zeigt: jedes zusätzliche Feld halbiert die Anfragerate.
Häufigster Fehler: Nur eine info@-Adresse. Klingt nach Sekretariat-Filter, schreckt entscheidende Booker ab.
Bonus: Was die meisten vergessen
Über die 9 Pflicht-Inhalte hinaus, gibt es drei Elemente, die Pressemappen oft fehlen — aber stark differenzieren:
- Bücher und Veröffentlichungen mit direkten Bestell-Links (Affiliate-Anbindung möglich)
- Auftrittskalender der nächsten 6–12 Monate (zeigt Aktivität und Verfügbarkeit)
- FAQ für Veranstalter (Anreise, Technik-Anforderungen, Material-Vorbereitung)
Schnell-Test: Wie vollständig ist deine aktuelle Pressemappe?
Geh deine Pressemappe durch und hake mental ab — 1 Punkt für jedes vollständige Element:
- Bio in 3. Person, max. 80 Wörter, mit konkreten Referenzen ☐
- 4–6 Vortragsthemen mit Format-Tag und Beschreibung ☐
- Mindestens 4 Pressestimmen mit Name, Position und Datum ☐
- „Bekannt aus"-Sektion mit 6+ Logos ☐
- Mindestens 3 hochauflösende Pressefotos zum Download ☐
- Honorar-Bandbreite (kein „auf Anfrage") ☐
- Showreel-Video von 60–90 Sekunden ☐
- Awards, Zertifikate oder Buchreferenzen ☐
- Direkter Booking-Button mit Formular ☐
Auswertung:
- 8–9 Punkte: Profi-Niveau. Deine Pressemappe ist konkurrenzfähig.
- 5–7 Punkte: Solider Start, aber 2–4 Bookings pro Monat verloren wegen fehlender Elemente.
- 0–4 Punkte: Dringender Handlungsbedarf — du verlierst messbar Anfragen.
Fazit: Vollständigkeit schlägt Perfektion
Eine Pressemappe muss nicht perfekt sein, aber sie muss vollständig sein. Veranstalter und Booker arbeiten mit Checklisten — fehlt eine Information, sortieren sie aus oder schicken Rückfragen, die Wochen dauern. Wer alle 9 Elemente abdeckt, gewinnt.
Die gute Nachricht: Du musst diese 9 Sektionen nicht von Hand in Word, InDesign oder Canva zusammenstellen. Plattformen wie mediakitpro bieten dir alle 9 Elemente als vorgefertigte Sektionen — du füllst nur deine Inhalte aus, das Layout, das Hosting, der PDF-Export und der Booking-Button sind fertig integriert. Im Free-Plan komplett kostenlos starten und in unter 10 Minuten eine Pressemappe online haben, die alle 9 Punkte aus diesem Artikel abdeckt.
Wer zusätzlich mehrere Sprachen, eigene Domain, integrierte Buchungsanfragen-Inbox und unbegrenzte Pressefotos braucht, wechselt mit einem Klick in den Pro-Plan (19 €/Monat zzgl. MwSt., monatlich kündbar). Aber für den Einstieg reicht der Free-Plan komplett — fang dort an, optimiere von dort aus.
Dein nächster Schritt: Geh den Schnell-Test oben durch. Wenn du unter 8 Punkten liegst, leg dir in den nächsten 10 Minuten ein kostenloses Mediakit auf mediakitpro.de an — du hast alle 9 Sektionen sofort verfügbar und kannst Lücken Schritt für Schritt schließen.
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- Glossar: Mediakit, Pressemappe & Pressemitteilung — alle wichtigen Begriffe
Auf dieser Seite (13)
- 1. Bio — wer du bist und warum man dir zuhört
- 2. Vortragsthemen — wofür du buchbar bist
- 3. Pressestimmen — externe Validierung
- 4. „Bekannt aus" — Medienauftritte und Logos
- 5. Pressefotos — hochauflösend, sofort einsetzbar
- 6. Honorare und Konditionen — transparent statt schweigend
- 7. Showreel — wie du wirklich auf der Bühne wirkst
- 8. Awards, Zertifikate und Referenzen
- 9. Kontakt & Booking — die direkte Brücke
- Bonus: Was die meisten vergessen
- Schnell-Test: Wie vollständig ist deine aktuelle Pressemappe?
- Fazit: Vollständigkeit schlägt Perfektion
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